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Hubert von Goisern
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Hubert von Goisern (* 17. November 1952 in Goisern, Oberösterreich; bĂŒrgerlich Hubert Achleitner) ist ein österreichischer Liedermacher und Weltmusiker. Seine Mischung von Rockmusik mit Elementen traditioneller Volksmusik macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Neuen Volksmusik, genauer des Alpenrock. Der KĂŒnstlername „von Goisern“ spielt auf seinen Heimatort an. 2020 veröffentlichte Hubert Achleitner seinen Roman flĂŒchtig.

Contents

‱ 2014
‱ Ab 2015
‱ Musik
‱ Studioalben
‱ Livealben
‱ Videoalben
‱ Literatur
‱ Weblinks
‱ Quellen

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Leben und Musik

Als Jugendlicher trat Achleitner der örtlichen Blasmusikkapelle bei, in der er Trompete spielte. Nach Konflikten ĂŒber das Repertoire und weil dem Kapellmeister die langen Haare des jungen Musikers missfielen, verließ er die Kapelle. Dann lernte er Gitarre und Klarinette. Die Steirische Harmonika, auf die ihn sein Großvater aufmerksam gemacht hatte, erlernte er im Selbststudium erst Mitte seiner dreißiger Jahre.cite-ref-1[1]

SĂŒdafrika, Kanada, Philippinen (1972–1983)

Mit 20 Jahren wurde es ihm in Österreich kulturell und gesellschaftlich zu eng, und er zog mit seiner Freundin nach SĂŒdafrika, wo er als Chemielaborant arbeitete. Er engagierte sich gegen die Apartheid, kehrte aber, nicht zuletzt wegen der Rassentrennung, nach etwas mehr als drei Jahren wieder nach Österreich zurĂŒck. Hier heiratete er seine aus Kanada stammende Frau und nahm ihren Familiennamen Sullivan an.

Mit 27 entschied er sich, fortan als Musiker zu arbeiten. In Toronto studierte er zwei Jahre lang Gitarre und lernte, Flamenco zu spielen. Nach der Trennung von seiner Frau ging er erneut auf Reisen und blieb lĂ€ngere Zeit auf den Philippinen, wo er das Spielen der Nasenflöte erlernte und durch den Austausch der jeweiligen Volksmusik langsam einen Zugang zu seinem eigenen musikalischen Stil fand – der Öffnung seiner traditionellen heimatlichen Musik fĂŒr EinflĂŒsse aus anderen, fremden Stilen und Richtungen.

Österreich: die Alpinkatzen (1984–1995)

1984 wieder in Österreich angekommen, arbeitete er als freier Musiker und Komponist und studierte an der Wiener Musikhochschule Elektroakustik und experimentelle Musik. 1986 grĂŒndete er mit Wolfgang Staribacher die Band „Original Alpinkatzen“ und nahm den KĂŒnstlernamen Hubert von Goisern an; Staribacher war Wolfgang von Wien. Zuerst spielten sie, mitunter vor einem Publikum von nur fĂŒnf Zuhörern, in Lokalen und Clubs. Die erste Veröffentlichung war das Album Alpine Lawine von „Alpinkatzen featuring Hubert von Goisern“ im Jahr 1988.

Zusammen mit Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen gingen die Alpinkatzen 1991 auf die Watzmann-Tournee, eine BĂŒhnenadaption des Hörspiels Der Watzmann ruft. Im Anschluss kam es zur Trennung von Staribacher. Hubert von Goisern, den KĂŒnstlernamen behielt er bei, fĂŒhrte das Projekt Alpinkatzen mit neuen Musikern weiter: Stefan Engel an den Keyboards, Wolfgang Maier am Schlagzeug, Reinhard Stranzinger als Gitarrist und Sabine Kapfinger (Alpine Sabine, spĂ€ter Zabine) als SĂ€ngerin. Von Kapfinger, die anfangs nur im Studio mitwirkte und erst nach ihrem 18. Geburtstag auch auf der BĂŒhne auftrat, lernte er das Jodeln.

Der Durchbruch gelang 1992 mit dem Album Aufgeigen stĂ„tt niederschiassen, auf dem erstmals die Lieder Heast as nit (dialektal fĂŒr „Hörst du es nicht“), Weit, weit weg und nicht zuletzt Koa Hiatamadl (dialektal fĂŒr „Kein HirtenmĂ€dchen“, siehe Hiatamadl) zu hören waren. Koa Hiatamadl wurde vielfach im Radio gespielt und entwickelte sich zu einem Chart-Erfolg (14 Wochen in den Top Ten der österreichischen Single-Hitparade). Die Alpinkatzen tourten durch den gesamten deutschsprachigen Raum und wurden zu einer der erfolgreichsten Formationen des Alpenrocks.

1994 folgte Omunduntn (dialektal fĂŒr „Oben und unten“), unter anderem mit einer deutschsprachigen Übertragung von Ray Charles’ Georgia, nun als Goisern, und ĂŒberarbeiteten Versionen von Cocaine und Kren & Speck aus dem ersten Alpinkatzen-Album. Eine weitere Tournee fĂŒhrte die Band erneut durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Eine Blitztour fĂŒhrte sie nach Paris, San Antonio und Austin (Texas) sowie nach New York. Es war die letzte Tour der Alpinkatzen. Das letzte Konzert fand am 1. November 1994 statt. Kurz davor wurde der Auftritt im MĂŒnchner Circus Krone von Joseph Vilsmaier und dessen Ehefrau Dana VĂĄvrovĂĄ aufgezeichnet. Der Dokumentar- und Konzertfilm Wia die Zeit vergeht wurde am 1. Juli 1995 beim Filmfest MĂŒnchen gezeigt, danach auf VHS und 2006 als DVD veröffentlicht. Das Konzert im Circus Krone wurde als Abschiedskonzert deklariert.cite-ref-2[2]

Neben seiner TĂ€tigkeit als Musiker hatte Hubert von Goisern 1994 mit seinem Freund Klaus Höller eine Mode-Kollektion fĂŒr Meindl in Kirchanschöring entworfen, in der er, wie in seiner Musik, Traditionelles neu interpretierte.cite-ref-3[3]

Film- und weitere Musikprojekte (1996)

Im Fernsehfilm Hölleisengretl (Regie: Jo Baier) mit Martina Gedeck, Michael Lerchenberg und Herbert Fux, gab er als Matthias, Ehemann der buckligen Gretl, sein SchauspieldebĂŒt. Zusammen mit Stefan Melbinger komponierte er auch die Filmmusik. Ein weiteres Rollenangebot, das des Elias in Vilsmaiers Literaturverfilmung Schlafes Bruder, konnte er wegen der Omunduntn-Tournee nicht annehmen. Mit Winfried Grabe und Enjott Schneider schuf er aber die Filmmusik. Weitere Filmmusiken komponierte und spielte er fĂŒr zwei Filme seines Freundes Julian Pölsler, fĂŒr SehnsĂŒchte oder Es ist alles unheimlich leicht (1991) und Die Fernsehsaga – Eine steirische Fernsehgeschichte (1995).

1996 steuerte Hubert von Goisern den Titel Aquarium fĂŒr die CD Taten statt Warten zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Umweltschutzorganisation Greenpeace bei. Das Lied, aufgenommen mit dem Leoganger Kinderchor, war ursprĂŒnglich fĂŒr die Filmmusik des Kinderfilms Ein Rucksack voller LĂŒgen komponiert und eingespielt worden.

Afrika und Tibet (1997–1998)

Durch ihren gemeinsamen Freund, den Verleger Michael Neugebauer, hatte er schon frĂŒher die Verhaltensforscherin Jane Goodall, bekannt fĂŒr ihre Arbeit mit Schimpansen, kennengelernt. Neugierig geworden und von ihr zu einem Besuch im Gombe Stream National Park eingeladen, reiste er Anfang 1996 erstmals nach Tansania. WĂ€hrend einer erneuten Reise entstand in Kooperation mit ORF und Bayerischem Rundfunk eine Filmdokumentation ĂŒber Goodalls Arbeit: Von Goisern nach Gombe, deren Filmmusik Gombe 1998 veröffentlicht wurde.

Über Tseten Zöchbauer, Obfrau der Organisation „Save Tibet“, kam er in Kontakt mit KĂŒnstlern des Tibetan Institute of Performing Arts (TIPA), deren Tournee durch Österreich er begleitete und prĂ€sentierte. Im Anschluss begann er eine Reise nach Tibet vorzubereiten und fragte Zöchbauer, die als ZweijĂ€hrige ihre Heimat verlassen hatte, ob sie ihn begleiten wĂŒrde. Sechs Wochen bereisten sie das seit 1951 von der Volksrepublik China besetzte Land und berichteten danach in einem ORF-Interview von der Lage der Tibeter und der UnterdrĂŒckung ihrer Kultur.

Mit Wolfgang Spannberger reiste er wenig spĂ€ter nach Dharmsāla im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh, den Sitz der tibetischen Exilregierung, wo sie Tendzin Gyatsho, den 14. Dalai Lama, trafen. Mit einem mobilen Tonstudio machten sie vor Ort Aufnahmen tibetischer Volkslieder, vorgetragen von Musikern des TIPA. Zusammen mit weiteren Aufnahmen, zu denen sie Pasang Lhamo, Sherab Wangmo, Jamjang Chönden und Sonam PĂŒntsok nach Salzburg eingeladen hatten, wurden die Lieder 1998 auf der CD Inexil veröffentlicht. Tendzin Gyatsho besuchte, eingeladen auf Vorschlag Hubert von Goiserns, am 11. Juni 1998 Bad Ischl.

Neustart (1999–2006)

Ab 1999 arbeitete Hubert von Goisern wieder an einem Album mit eigenen Kompositionen. Mit einer neuen Band (Bernd Bechtloff, Burkhard Frauenlob, Arnulf Lindner und Helmut Punzenberger, wĂ€hrend der Tournee verstĂ€rkt um die Geigerin Agnes Grasberger; spĂ€ter teils von Wolfgang BlĂŒmel, Antonio Porto und Burgi Höller abgelöst) wurden im Sommer 2000 die Lieder fĂŒr Fön aufgenommen. Am 6. November 2000 kam damit nach sechs Jahren wieder ein Hubert von Goisern-Album in den Handel. Im FrĂŒhling 2001 begann die Fön-Tour mit einem Konzert am 3. MĂ€rz in Linz und dem Erscheinen des Albums Trad, einer Sammlung österreichischer Volkslieder, am 5. MĂ€rz.

Im Mai 2001 wurde Hubert von Goisern als bester „KĂŒnstler Pop/Rock national“ erstmals mit dem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet. In seiner Dankesrede, die, wie es sich am nĂ€chsten Tag herausstellte, vom ORF vor der Ausstrahlung gekĂŒrzt worden war, kritisierte er die österreichische Musikbranche und Radiosender wegen ihrer mangelnden UnterstĂŒtzung fĂŒr österreichische KĂŒnstler.

Im Anschluss an die Fön-Tour spielte Hubert von Goisern eine Reihe von Konzerten in Ägypten und westafrikanischen LĂ€ndern. In Assiut teilte er die BĂŒhne mit Mohamed Mounir, einem der populĂ€rsten Ă€gyptischen Musiker, der traditionelle Sufi-Musik mit Elementen des Pop und Rock verbindet. WĂ€hrend der dreiwöchigen Reise durch Westafrika wurde die Band von einem Filmteam begleitet und es entstand ein Dokumentar-/Musikfilm ĂŒber das Zusammentreffen der österreichischen und verschiedener afrikanischer Musiker, veröffentlicht auf der DVD Grenzenlos. Im Sommer 2002 folgten eine Tournee durch Deutschland und das Album Iwasig.

Als Tendzin Gyatso (Dalai Lama) im selben Jahr in Graz die Kalachakra-Zeremonie durchfĂŒhrte, prĂ€sentierten Hubert von Goisern und Tseten Zöchbauer mehrere Sounds of Tibet-Konzerte mit KĂŒnstlern des TIPA. Nach einer Hallen-Tournee durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien im Winter 2002/2003 nahm die Band in einem eigens eingerichteten Tonstudio in einem leerstehenden Berghotel auf dem Krippenstein (Dachsteingebirge) in 2100 Meter Höhe die Lieder fĂŒr das Album Trad II auf. Konzerte fĂŒhrten die Gruppe im Verlauf des Jahres unter anderem nach Sarajevo und Kap Verde, wo der Auftritt vor 90.000 Besuchern stattfand und im staatlichen Fernsehen ĂŒbertragen wurde. Gemeinsam mit Mohamed Mounir fĂŒhrte eine Tournee, die als Beispiel fĂŒr interkulturelle Zusammenarbeit von Kritikern gelobt und von Besuchern begeistert aufgenommen wurde, durch den gesamten deutschsprachigen Raum. Jedes Konzert endete mit Mounirs Madad Ya Rasulallah, einem Lied fĂŒr den Frieden. Nachdem im Oktober Trad II auf dem verschneiten Krippenstein prĂ€sentiert wurde, folgte 2004 die Trad II-Tournee.

Im Januar 2005 traten Hubert von Goisern und seine Band beim Festival au Désert und mit dem Balafon-Virtuosen Kele Tigi im Akwaba-Club in Bamako in Mali auf. Wiederum wurde die Reise filmisch dokumentiert und als Warten auf Timbuktu gezeigt.

Nach den zahlreichen Tourneen der vorhergehenden Jahre widmete Hubert von Goisern sich nun einigen anderen Projekten, prÀsentierte zum Beispiel in der Dachstein-Mammuthöhle eine Klanginstallation. Im November 2005 sang er mit Wolfgang Niedecken das Duett Rita mir zwei zum 30-jÀhrigen BandjubilÀum der deutschen Rockgruppe BAP (Doppel-CD Dreimal zehn Jahre).

Im April 2006 verwendete die FPÖ Hubert von Goiserns populĂ€res Lied Heast as nit bei einer Parteiveranstaltung. Er veröffentlichte daraufhin einen offenen Brief an den Parteiobmann Heinz-Christian Strache, in dem er ihn aufforderte, in Zukunft keine Lieder mehr von ihm zu verwenden. Unter anderem schrieb er: „Ich stehe fĂŒr eine offene, tolerante Gesellschaft, fĂŒr den Abbau der Ängste vor dem Fremden und Neuen, und nicht das SchĂŒren derselben. Ich stehe dafĂŒr, den VerĂ€nderungen ins Auge zu schauen und nach vorne zu blicken, nicht fĂŒr den Versuch[,] die Zeit aufzuhalten oder gar zurĂŒck zu drehen [
]“.cite-ref-4[4]

Linz Europa Tour (2007–2009)

2007 startete Hubert von Goisern die Linz Europa Tour, eine fĂŒr zwei Jahre anberaumte Tournee durch viele LĂ€nder Europas zur Bewerbung von Linz09. Die Planungen dazu begannen 2005. Bis 2009 bereiste er mit einem kleinen Schiffsverband (ein zur BĂŒhne umgebautes Frachtschiff von 77 m × 12 m, das Schubschiff MS Wallsee und ein Wohnschiff) beginnend mit der Donau, mehrere FlĂŒsse des Kontinents. Dabei gab es in zahlreichen StĂ€dten gemeinsame Konzerte mit Musikern aus den jeweiligen LĂ€ndern. Im August 2008 wurde von dieser Tour die Dokumentation Goisern goes East auf DVD veröffentlicht.

Am 24. Juni machte das Schiff wĂ€hrend des Donauinselfestes in Wien Station. Am Konzert nahmen neben Hubert von Goiserns international besetzter Band die Hohtraxlecker Sprungschanzenmusi aus Bad Ischl und Willi Resetarits aus Wien teil. Der erste Teil der Reise fĂŒhrte bis Ende 2007 donauabwĂ€rts bis zum Donaudelta am Schwarzen Meer. Rund 20 Konzerte wurden dabei absolviert und schließlich das Delta selbst in WWF-Begleitung inspiziert.cite-ref-5[5]

2008 fĂŒhrte die Reise stromaufwĂ€rts ĂŒber Passau und Regensburg, dann ĂŒber den Main-Donau-Kanal zum Rhein und bis Rotterdam. Dieser Teil der Tour fand parallel zur Veröffentlichung seines Albums „s’Nix“ statt. Auch hierĂŒber wurde wieder eine Dokumentation gedreht, unter dem Titel Goisern goes West.

Endpunkt der Flussreise war ein mehrtÀgiges Hafenfest im Heimathafen des Schiffes in Linz in Oberösterreich von 3. bis 5. Juni 2009. Dabei traten neben von Goisern und einigen der Musiker, die wÀhrend der Reise bereits auf dem Schiff gespielt hatten, unter anderem Klaus Doldinger, BAP, Haindling, Konstantin Wecker und Xavier Naidoo auf. Die Stadt war 2009, gemeinsam mit Vilnius, der Hauptstadt Litauens, Kulturhauptstadt Europas.

Erfolg mit EntwederUndOder (seit 2010)

Von Ende 2010 bis FrĂŒhjahr 2011 war Hubert von Goisern auf Wirtshaustournee in Österreich und Deutschland. Ein Livemitschnitt und ein Dokumentarfilm darĂŒber wurden im darauffolgenden August vom Salzburger Fernsehsender Servus TV ausgestrahlt. Wenige Wochen spĂ€ter erschien das Album EntwederUndOder, das sich in die Top 10 der österreichischen und Top 20 der deutschen Hitparade platzieren konnte. Der Sender Ö3 nahm das Lied Brenna tuats guat aus dem Album in seine Playlist auf. Es erreichte innerhalb weniger Wochen Platz 1 der österreichischen Charts, womit die Höchstplatzierung von Koa Hiatamadl ĂŒberboten wurde. Auch in Deutschland feierte der Titel Erfolg und konnte sich als erste Single Hubert von Goiserns in den deutschen Verkaufscharts platzieren.

2014

Hubert von Goisern kuratierte fĂŒr die Ausstellung Alpenliebe auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Großglockner) zusammen mit ca. 20 KĂŒnstlern ein mehrstĂŒndiges Hörerlebnis (siehe unten). Die Ausstellung ist seit 12. Juni 2014 fĂŒr Besucher zugĂ€nglich.

Am 24. Oktober 2014 erschien das Album Filmmusik. Darauf sind 16 der bekanntesten StĂŒcke von Hubert von Goisern versammelt, welche zugleich den Soundtrack fĂŒr den Film Österreich: Oben und Unten (Regie: Joseph Vilsmaier, Filmstart Januar 2015) darstellen. Die StĂŒcke wurden von Hubert von Goisern zusammen mit dem Orchesterleiter Robert Opratko fĂŒr orchestrale Begleitung umgesetzt. Am 31. Oktober 2014 wurde das Album SteilklĂ€nge, Vol. 1 veröffentlicht. Es prĂ€sentiert das von Hubert von Goisern fĂŒr die Ausstellung Alpenliebe zusammengestellte Hörerlebnis, welches StĂŒcke aus sechs AlpenlĂ€ndern und somit das gesamte alpine Klangspektrum umfasst.

Vom 26. Oktober bis 16. November war Hubert von Goisern auch wieder live (Tour 2014) in Luxemburg, Deutschland und Österreich unterwegs.

Ab 2015

Im April 2015 kam die Dokumentation Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang von Filmemacher Marcus H. RosenmĂŒller in die deutschen Kinos.cite-ref-6[6] Beim Amadeus Austrian Music Award 2016 wurde er als KĂŒnstler des Jahres ausgezeichnet.cite-ref-7[7]

2016 erschien die CD Federn, zu der es spÀter auch eine Live-Version gab.

2018 stiftete Hubert von Goisern zunĂ€chst fĂŒr die kommenden zehn Jahre einen nach ihm benannten Kulturpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist und jĂ€hrlich an bis zu fĂŒnf Personen verliehen werden soll, die sich durch „außerordentliches Engagement und Leistungen im Bereich Kunst und Kultur“ verdient gemacht haben.

2020 veröffentlichte Hubert Achleitner seinen ersten Roman flĂŒchtig, der in Österreich zum Bestseller wurde, aber auch in den angrenzenden LĂ€ndern wohlwollend aufgenommen wurde. Es handelt sich um die Geschichte der Midlife-Krise einer (Ehe-)Frau.

2020 erschien nach einem halben Jahrzehnt die erste neue CD, Zeiten & Zeichen.

2021 startete er im Freien Radio Salzkammergut eine neue Musiksendung. Die erste Folge von SteilklĂ€nge – Radio fĂŒr Schwindelfreie ging am 14. August 2021 um 20 Uhr auf Sendung.

Musik

Musikalisch wird Hubert von Goisern der Neuen Volksmusik zugerechnet. GelĂ€ufiger ist speziell zur Beschreibung seines Stils der Begriff Alpenrock. In vielen Kreisen gilt er als Erfinder dieses Genres. Seine Musikart stellt eine Mischung aus moderner Rockmusik und Alpiner Volksmusik dar. Signifikant dafĂŒr ist das in seinen Liedern vorerstige klangliche Erscheinen der Ziehharmonika, was dann durch das Spielen der E-Gitarre ausgeglichen wird. Basierend darauf verbindet er seinen Stil auch mit Musikarten wie Reggae, Soul, Jazz und Punkrock.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]

Die Musik wird zeitweise auch von afrikanischer Volksmusik beeinflusst. Ein Beispiel dafĂŒr ist das Album Gombe. Laut von Goisern soll dadurch nĂ€hergebracht werden, dass er sich in LĂ€ndern wie unter anderem Burkina Faso oder Senegal befunden hat, als er inspiriert wurde.cite-ref-10[10]

Weitere EinflĂŒsse kommen von der brasilianischen Samba-Tanzmusik und vom altamerikanischen Funk, wodurch er sich mit den letzten Alben vom Alpenrock stĂ€rker zur Weltmusik gewandt hat.

Texte und Symbolik

Die Texte des Musikers sind oft politisch. Ein Beispiel dafĂŒr sind seine Anspielungen auf den ebenfalls aus Goisern stammenden Politiker Jörg Haider in seinen Texten gegen Ende der 1990er Jahre und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, als dessen Partei, die FPÖ (spĂ€ter BZÖ), eine große AnhĂ€ngerschaft besaß, die aber auch nach Haiders Tod diese nicht verlor.

Diskografie

Studioalben

| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel | AT | DE | CH | Anmerkungen |
| 1988 | Alpine Lawine | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1988 Alpinkatzen feat. Hubert von Goisern |
| 1992 | Aufgeigen stĂ„tt niederschiassen | AT 1 ×4 Vierfachplatin (54 Wo.) AT | DE 47 Gold (18 Wo.) DE | CH 25 (3 Wo.) CH | Erstveröffentlichung: 18. Mai 1992 mit den Original Alpinkatzen |
| 1994 | Omunduntn | AT 1 Platin (29 Wo.) AT | DE 25 Gold (35 Wo.) DE | CH 18 (11 Wo.) CH | Erstveröffentlichung: 25. Februar 1994 mit den Original Alpinkatzen |
| 1995 | Schlafes Bruder (Soundtrack) | AT 23 (16 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 2. Oktober 1995 |
| 1998 | Inexil | AT 15 (9 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 29. Juni 1998 |
| 1998 | Gombe | AT 14 (12 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 29. Juni 1998 |
| 2000 | Fön | AT 4 Gold (23 Wo.) AT | DE 33 (7 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 3. November 2000 |
| 2001 | Trad | AT 6 (26 Wo.) AT | DE 52 (8 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 2. MĂ€rz 2001 |
| 2002 | Iwasig | AT 5 Gold (16 Wo.) AT | DE 52 (4 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 13. September 2002 |
| 2003 | Trad II | AT 10 (13 Wo.) AT | DE 73 (2 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 13. Oktober 2003 |
| 2008 | s’Nix | AT 2 (14 Wo.) AT | DE 40 (4 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 23. Mai 2008 |
| 2011 | EntwederUndOder | AT 2 ×2 Doppelplatin (56 Wo.) AT | DE 13 Gold (51 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 2. September 2011 |
| 2014 | Filmmusik (Soundtrack) | AT 45 (1 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2014 |
| 2015 | Federn | AT 2 Gold (22 Wo.) AT | DE 6 (10 Wo.) DE | CH 40 (1 Wo.) CH | Erstveröffentlichung: 8. Mai 2015 |
| 2020 | Zeiten & Zeichen | AT 2 (14 Wo.) AT | DE 33 (4 Wo.) DE | CH 60 (1 Wo.) CH | Erstveröffentlichung: 28. August 2020 |

Livealben

| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel | AT | DE | CH | Anmerkungen |
| 1995 | Wia die Zeit vergeht... | AT 4 (16 Wo.) AT | DE 27 (11 Wo.) DE | CH 27 (6 Wo.) CH | Erstveröffentlichung: 17. MÀrz 1995 mit den Alpinkatzen |
| 2005 | Ausland | AT 30 (6 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2005 |
| 2009 | Haut und Haar | AT 24 (10 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 12. Juni 2009 |
| 2013 | Im Jahr des Drachen – Live | AT 10 (3 Wo.) AT | DE 53 (1 Wo.) DE | — | Erstveröffentlichung: 21. Juni 2013 |
| 2017 | Federn – Live 2014-2016 | AT 40 (2 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 21. April 2017 |
| 2023 | Zeiten & Zeichen live 2022 | AT 35 (1 Wo.) AT | — | — | Erstveröffentlichung: 12. Mai 2023 |

Kompilationen

| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel | AT | DE | Anmerkungen |
| 2000 | Eswaramoi 1992–1998 | AT 19 Gold (9 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 20. November 2000 |
| 2006 | Derweil: 1988–2006 | AT 17 (9 Wo.) AT | DE 68 (4 Wo.) DE | Erstveröffentlichung: 14. Juli 2006 |
| 2023 | Derweil II: 2007–2023 | AT 40 (1 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 19. Mai 2023 |

Singles (Auswahl)

| Jahr | Titel Album | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Album , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen [ 11 ] [ 12 ] (Jahr, Titel, Album , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel Album | AT | DE | Anmerkungen |
| 1992 | Koa Hiatamadl Aufgeigen stĂ„tt niederschiassen | AT 2 (19 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 1992 mit den Original Alpinkatzen |
| 1992 | Heast as nit Aufgeigen stĂ„tt niederschiassen | AT 43 (7 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 1992 mit den Original Alpinkatzen stieg erst 2011 in die Charts ein |
| 1994 | Oben und unten Omunduntn | AT 23 (4 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 1994 mit den Original Alpinkatzen |
| 2011 | Brenna tuats guat EntwederUndOder | AT 1 Platin (34 Wo.) AT | DE 37 Gold (42 Wo.) DE | Erstveröffentlichung: 4. November 2011 |
| 2015 | Alle 100 Jahr Federn | AT 39 (2 Wo.) AT | — | Erstveröffentlichung: 2015 |

Videoalben

‱ 2003: Iwasig (Live) (DVD)
‱ 2003: Grenzenlos (DVD)
‱ 2006: Wia die Zeit vergeht... (Live) (mit den Alpinkatzen; DE: Gold; AT: Gold)

Filmographie

‱ Hölleisengretl (Fernsehfilm, 1995)
‱ Vom GlĂŒcksdrachen, der Sturmfee und dem guten GefĂ€hrten (2008)
‱ Karandila und der Kampf gegen die Bösen (2008)
‱ Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang (Dokumentation, 2015)
‱ Goisern goes USA (Fernsehfilm, 2016)
‱ Goisern goes East (Fernsehfilm, 2008)
‱ Goisern goes West (Fernsehfilm, 2009)

Auszeichnungen


‱ 2001: KĂŒnstler Pop/Rock national fĂŒr „Fön“cite-ref-chartsww-13-0[13]
‱ 2002: Jazz/Blues/Folk-Album des Jahres national fĂŒr „Trad“cite-ref-chartsww-13-1[13]
‱ In den Jahren 2003, 2005 und 2006 wurde er jeweils fĂŒr einen weiteren Amadeus Award nominiert.
‱ 2012: Album des Jahres mit „EntwederUndOder“ sowie Pop/Rock
‱ 2013: Ehrenpreis fĂŒr genre- und völkerverbindende Musik
‱ 2016: KĂŒnstler des Jahres
‱ 2024: Auszeichnung fĂŒr das Lebenswerkcite-ref-14[14]

‱ 2004 Ernennung zum EhrenbĂŒrger in seinem Heimatort Bad Goisern
‱ Deutsche RUTH 2011.cite-ref-15[15]
‱ 2016 St.-Anna-Preiscite-ref-16[16]

Publikationen

‱ als Hubert Achleitner: flĂŒchtig, Roman, Zsolnay / Hanser Literaturverlage 2020, ISBN 978-3-552-05972-6.

Literatur

‱ Bernhard Flieher: Weit, weit weg – Die Welt des Hubert von Goisern. Residenz Verlag, St. Pölten und Salzburg 2009, ISBN 978-3-7017-3135-0.
‱ Michael Huber: Goisern, Hubert von. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.

Weblinks

Commons

: Hubert von Goisern

– Sammlung von Bildern

‱ hubertvongoisern.com (Webarchiv 2025)
‱ Literatur von und ĂŒber Hubert von Goisern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Hubert von Goisern bei IMDb
‱ Hubert von Goisern bei Discogs
‱ GĂŒnter Kaindlstorfer/Die Presse: „Dem Haider sein Vater ist ein unverbesserlicher Nazi“ – Hubert von Goisern ĂŒber den Kuhmelcher-Jodler, sein VerhĂ€ltnis zu den Beatles und seine Beziehung zu Jörg Haiders Familie in Bad Goisern, 20. Februar 1993
‱ Hubert von Goisern bei laut.de

Quellen

cite-note-11. ↑ Hubert von Goisern im GesprĂ€ch mit JĂŒrgen Seeger. In: alpha-Forum. Bayerischer Rundfunk, 18. November 2010, abgerufen am 16. November 2012. (PDF zum Download; 48 kB)
cite-note-22. ↑ Nach dem Abschlusskonzert
 In: Musik Woche. Nr. 48/1994, 28. November 1994, Music People, S. 11.
cite-note-33. ↑ Die HvG-Mode-Kollektion. In: Webseite in 09/2025 nicht aufrufbar
cite-note-44. ↑ Hubert von Goisern: Offener Brief an H. C. Strache, 4. April 2006 "Webseite in 09/2025 nicht aufrufbar"
cite-note-55. ↑ Linz Europa Tour 2007-2009: Die Reise. In: hubertvongoisern.com. Abgerufen am 15. Februar 2015. "Webseite in 09/2025 nicht aufrufbar"
cite-note-66. ↑ Hubert von Goisern: Brenna tuat's schon lang – auf DVD und Blu-ray! In: hubertvongoisern.com.
cite-note-77. ↑ Wanda heimsen drei Amadeus-Awards ein. In: Der Standard, 3. April 2016.
cite-note-88. ↑ Folkword – Hubert von Goisern
cite-note-99. ↑ Hubert von Goisern – „Fön“
cite-note-1010. ↑ Folker.de – Hubert von Goisern
cite-note-charts-111. Chartquellen DE AT CH
cite-note-ausz-122. Auszeichnungen fĂŒr MusikverkĂ€ufe: DE AT
cite-note-chartsww-1313. ↑ Amadeus Austrian Music Award. In: Charts-weltweit.de. Abgerufen am 15. November 2012.
cite-note-1414. ↑ Hubert von Goisern wird fĂŒr Lebenswerk geehrt. In: ORF.at. 9. April 2024, abgerufen am 9. April 2024.
cite-note-1515. ↑ Petra Rieß: Fließende AnfĂ€nge, Donauwellen und Radiohelden – die RUTH 2011. In: RUTH – Der deutsche Weltmusikpreis. 2011, abgerufen am 15. November 2012.
cite-note-1616. ↑ Hubert von Goisern mit dem St.-Anna-Preis ausgezeichnet. Hubert von Goisern, 1. August 2016.